Anhörungsbogen

Das Anhörungsschreiben wird vor Erlass des Bußgeldbescheides an den Halter des Fahrzeuges gesandt. Wobei es sich bei dem Anhörungsschreiben handelt und wie Sie sich richtig verhalten, erfahren Sie hier.

Sinn und Zweck der Anhörung

Der Grund für den Anhörungsbogen ergibt sich aus § 55 OWiG. Demnach soll jedem Täter die Möglichkeit eingeräumt werden, sich um Tathergang zu äußern.

Hinweis:

Ein Anhörungsbogen leitet das Bußgeldverfahren ein. Zahlungen müssen Sie als Täter aber noch nicht leisten.

Weiterhin kann die Bußgeldbehörde einen Anhörungsbogen an den Halter des Fahrzeuges senden um so den Fahrer zu ermitteln, der zum Tatzeitpunkt am Steuer saß.

Wie sieht ein Anhörungsschreiben aus?

Das Anhörungsschreiben sieht von Bußgeldbehörde zu Bußgeldbehörde unterschiedlich aus. Wichtig ist jedoch bei jedem Anhörungsschreiben, dass folgende Punkte enthalten sind:

  • Welche Ordnungswidrigkeit wird einem vorgeworfen?
  • Ort und Zeit des Vergehens
  • Mit welchem Bußgeld man zu rechnen
  • Beweismittel wie z. B. ein Blitzerfoto

Das richtige Verhalten bei einem Anhörungsschreiben

Da man sich auch bei Straßenverkehrsdelikten nicht selbst belasten muss, steht es einem frei, den Anhörungsbogen auszufüllen. Es ist lediglich ratsam Angaben zu Ihrer Person zu machen. Bezüglich des Sachverhaltes können Sie jedoch schweigen. Selbst wenn Sie die Tat zugeben, führt dies nämlich nicht zu einer geringeren Strafe.

Hinweis:

Durch einen nicht ausgefüllten Anhörungsbogen, hat ein Rechtsanwalt zudem eine bessere Möglichkeit Sie anwaltlich zu vertreten.

Ein nichtausgefüllter Fragebogen kann jedoch auch Konsequenzen nach sich ziehen. Auch hier hat die Bußgeldbehörde die Möglichkeit, dem Halter des Fahrzeuges die Führung eines Fahrtenbuches aufzuerlegen.

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