Das Fahrverbot

Ein Fahrverbot wird bei extremen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt. Es gibt dabei einmal das strafrechtliche Fahrverbot, welches als Nebenstrafe gem. § 44 StGB verhängt wird oder das Fahrverbot, welches im Bußgeldverfahren gem. § 25 StVG gilt. Bei einem Fahrverbot wird einem lediglich der Führerschein entzogen, nicht die Fahrerlaubnis. Jedoch kann auch ein Fahrverbot mit einem Einspruch verhindert werden.

Wann wird ein Fahrverbot verhängt?

Ein Fahrverbot kann zum einen im Bußgeldverfahren gem. § 25 StVG verhängt werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn ein gravierender Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) vorliegt. Beispiele für ein solchen Verstoß sind:

  • Rotlichtverstöße: Bereits bei einem einfachen Rotlichtverstoß (unter einer Sekunde) mit Gefährdung droht ein Fahrverbot von einem Monat.
  • Geschwindigkeitsüberschreitung: Auch bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung (sowohl innerorts als auch außerorts) von mind. 31 km/h droht ein Fahrverbot von einem Monat. Das längste Fahrverbot bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung liegt bei drei Monaten und wird bei einer Überschreitung der Richtgeschwindigkeit von über 70 km/h verhängt. Aber auch eine wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 26 km/h kann zu einem Fahrverbot führen.
  • Alkohol am Steuer: Auch Alkohol am Steuer kann zu einem Fahrverbot führen, wenn die Promillegrenze von 0,5 überschritten wurde. Es droht dann ein Fahrverbot von einem Monat.
  • Punkte in Flensburg: Auch ein volles Punktekonto (acht Punkte) in Flensburg können zu einem Fahrverbot führen. Dies ist jedoch dann ein dauerhaftes Fahrverbot. Häufig wird in diesem Zusammenhang noch eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU) angeordnet. Erst mit Bestehen der MPU kann ein neuer Führerschein beantragt werden.

Hinweis:

Begeht man eine grobe Ordnungswidrigkeit, für die es zwei Punkte in Flensburg gibt, z. B. bei einem qualifizierten Rotlichtverstoß, wird auch ein Fahrverbot gem. § 25 StVG erlassen.

Kann ich das Fahrverbot umgehen?

Eine Umgehung des Fahrverbotes ist eine komplizierte Aufgabe. Es ist daher ratsam, in diesem Zusammenhang anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Hinweis:

Droht Ihnen ein Fahrverbot, dann können Sie Ihren Bußgeldbescheid unseren Partneranwälten zukommen lassen. Diese überprüfen Ihren Bescheid und versuchen mit allen Mitteln ein Fahrverbot zu verhindern.

Gegen das verhängte Fahrverbot wird in diesem Fall Einspruch eingelegt. Die Argumentation, dass ein Fahrverbot einen Härtefall darstellt, kann bei der Umgehung des Fahrverbotes helfen. Wenn Sie oder Ihr Anwalt die Bußgeldbehörde oder das Gericht davon überzeugen können, dass ein Fahrverbot für Sie so nicht tragbar ist und gravierende Folgen nach sich zieht, kann das Fahrverbot in eine Geldbuße umgewandelt werden.

Von einem Härtefall kann die Rede sein, wenn das Fahrverbot z. B. die Existenz bedroht. Dies ist der Fall, wenn der Führerschein aus beruflicher Sicht erforderlich ist.

Selbst wenn ein Härtefall vorliegt, kann das Gericht entscheiden, dass das Fahrverbot aufrecht erhalten bleibt. Folgende Gründe können für die Aufrechterhaltung des Fahrverbotes sprechen:

  • Alkohol und Drogen: Gerade beim Konsum solcher Substanzen wird das Fahrverbot in den meisten Fällen aufrechterhalten.
  • Mehrere Verkehrsverstöße: Sie sind bereits mehrfach im Straßenverkehr auffällig geworden. In diesem Fall wird daran gezweifelt, dass Sie sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. Eine Sanktionierung in Form eines Fahrverbotes erscheint daher als angemessen.
  • Punkte in Flensburg: Auch Ihr Punktekonto in Flensburg ist bei der Entscheidung, ob Ihr Fahrverbot aufrecht erhalten bleibt oder nicht, ausschlaggebend. Die Punkte spiegeln im Wesentlichen ihr Fahrverhalten im Straßenverkehr dar.

Personen, die auf ihren Führerschein aufgrund ihrer beruflichen Situation angewiesen sind und vorher nicht negativ im Straßenverkehr aufgefallen sind, haben guten Chancen für eine Umgehung des Fahrverbotes. In diesem Fall muss jedoch ein höheres Bußgeld gezahlt werden.

Hinweis:

Eine Übertragung des Fahrverbotes auf eine andere Person ist nicht möglich. Genauso wenig können die Punkte in Flensburg auf andere Personen übertragen werden.

Das sich das Fahrverbot immer auf ein von Ihnen verursachtes Fehlverhalte im Straßenverkehr bezieht, kann ein Fahrverbot auch dann umgangen werden, wenn die Ihnen vorgeworfene Tat durch einen gut begründeten Einspruch wiederlegt bzw. abgeschwächt wird.

Hinweis:

Unsere Partneranwälte überprüfen Ihren Bußgeldbescheid und erzielen für Sie das bestmögliche Ergebnis.

Kann ich das Fahrverbot verschieben?

Ist eine Umgehung des Fahrverbotes nicht möglich, besteht immer noch die Möglichkeit, das Fahrverbot zu verschieben. Den Antrittstermin des Fahrverbotes können Sie selbst bestimmen. So haben Sie die Möglichkeit Ihr Fahrverbot in den Urlaub zu legen. Aus berufstechnischer Sicht würde Sie das Fahrverbot daher eher weniger schwer treffen.

Hinweis:

Das Aufteilen des Fahrverbotes ist nicht möglich. Grund hierfür ist der bürokratische Aufwand.

Fahren trotz Fahrverbot

Wenn Sie Ihren Führerschein abgegeben haben, bedeutet das für Sie, dass das Auto erstmal stehen bleiben muss. Sollten Sie trotz Fahrverbot am Steuer erwischt werden, stellt diese eine Straftat gem. § 69 StGB dar. Dieses Verhalten kann eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe nach sich ziehen.

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