Handy am Steuer

Grundsätzlich darf am Steuer das Handy nicht verwendet werden. Folgen des Verstoßes sind ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot. Auch hinsichtlich Versicherung und Strafverfolgung können Konsequenzen folgen.

Handy am Steuer – wann ist das verboten?

Ob ein Handy am Steuer genutzt werden darf oder nicht ergibt sich aus § 23 StVO. Demnach darf ein Handy während der Autofahrt nur genutzt werden, wenn hierfür das Handy nicht aufgenommen oder gehalten werden muss und entweder nur eine Sprachsteuerung und eine Vorlesefunktion genutzt wird oder zur Bedienung und Nutzung des Gerätes nur eine kurze, den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepasste Blickzuwendung zum Gerät bei gleichzeitig entsprechender Blickabwendung vom Verkehrsgeschehen erfolgt oder erforderlich ist.

Das bedeutet: Sie dürfen Ihr Handy bei laufendem Motor nicht in der Hand halten. Sollten Sie einen dringenden Anruf erhalten, ist es daher ratsam rechts ranzufahren und den Motor abzustellen.

Bußgelder für Handy am Steuer

VerstoßPunkteBußgeldFahrverbot
Manuelle Nutzung des Handys am Steuer1100 EUR-
Manuelle Nutzung des Handys am Steuer und Gefährdung des Straßenverkehrs2150 EUR1 Monat
Manuelle Nutzung des Handys am Steuer und Sachbeschädigung2200 EUR1 Monat

Hinweis:

Eine einmalige Nutzung des Handys am Steuer führt zu keinem Fahrverbot. Sollten Sie jedoch zum wiederholten Male beim Telefonieren am Steuer erwischt worden sein, kann gegen Sie ebenfalls ein Fahrverbot verhängt werden. Dies ergibt sich aus § 25 StVG. Das Fahrverbot stützt sich dann auf eine grobe oder beharrliche Pflichtverletzung Ihrerseits.

Weitere Folgen bezüglich Versicherung und Strafverfolgung

Die Handynutzung am Steuer kann nicht nur zu einem Bußgeld führen. Kommt es zu einem Verkehrsunfall kann es vorkommen, dass die KFZ-Versicherung den gegnerischen Schaden nicht übernimmt. Die Nutzung des Handys im Straßenverkehr wird als grobe Fahrlässigkeit angesehen und führt zum Ausschluss der Einstandspflicht der Versicherung.

Sollte der Verkehrsunfall unter Einfluss der Handynutzung zu einem Personenschaden geführt haben, können auch strafrechtliche Konsequenzen wie z. B. eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gem. § 229 StGB oder eine Anklage wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB folgen.

Handy am Steuer während der Probezeit

In der Probezeit sollen Fahranfänger beweisen, dass sie für den Straßenverkehr geeignet sind. Bei Vergehen in der Probezeit, die ein Bußgeld von mind. 60 EUR nach sich ziehen, wird die Probezeit um zwei weitere Jahre verlängert. Da bereits das manuelle Bedienen des Smartphones zu einem Bußgeld von 100 EUR führt, sollten gerade Personen in der Probezeit ihr Handy im Straßenverkehr beiseitelegen.

Acht Punkte in Flensburg reichen für den Verlust des Führerscheins aus. Daher ist es ratsam bei einem Bußgeldbescheid wegen eines Handyverstoßes einen Anwalt mit der Angelegenheit zu beauftragen. Schicken Sie unseren Partneranwälten Ihren Bußgeldbescheid, diese überprüfen diesen für Sie und erzielen das bestmögliche Ergebnis.

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